Jacqueline Brumaire (* 5. November 1921 in Herblay; † 29. Oktober 2000 in Nancy) war eine
französische Sopranistin.
Brumaire studierte am Conservatoire de Paris bei Madeleine Mathieu. 1946 debütierte sie an der Opéra-Comique als Gräfin in
Mozarts Hochzeit des Figaro. Als lyrischer Sopran sang sie hier neben Opern Mozarts u.a. die Mimi in
Giacomo Puccinis
La Bohème, die Micaela in
Georges Bizets
Carmen, die Titelrollen in
Jules Massenets
Manon und
Charles Gounods
Mireille, die Antonia in
Jacques Offenbachs
Hoffmanns Erzählungen und 1951 die Emma in der Uraufführung von Emmanuel Bondevilles
Madame Bovary.
An der Pariser Oper sang sie 1962 die Donna Elvira in Mozarts
Don Giovanni, später die Pamina in der
Zauberflöte und die Violetta in
Giuseppe Verdis
La Traviata. An der Mailänder Scala trat sie 1956 als Fiordiligi in
Così fan tutte und 1957 in der Titelrolle von Gustave Charpentiers
Louise auf.
Sie gastierte in Johannisburg, Prag, Lüttich und Oran und nahm 1962 in Toulouse an der Uraufführung der Oper
Hop! Signor von
Manuel Rosenthal teil. 1970 zog sie sich vom Opernbetrieb zurück und wurde Professorin für Gesang am Konservatorium von Nancy. 1981 studierte sie mit chinesischen Sängern eine Aufführung der
Carmen in Peking ein.
Brumaire wurde als
Chevalier du Mérite National und
Chevalier des Arts et Lettres ausgezeichnet und 1992 zum Mitglied der
Académie Stanislas ernannt.